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27. Jahrgang Heft 1 Januar 2009

Editorial
Prof. Dr. H. C. Diener, Essen


Übersichten
Karl-Michael Derwahl, Berlin
Die Thyreoiditiden werden unterteilt in die autoimmunen und nicht-autoimmunen Formen (Tab. 1). Zu den autoimmunen Formen gehören die Hashimoto-Thyreoiditis mit der atrophischen Thyreoiditis als Endstadium, die nach einer Geburt auftretende Postpartum-Thyreoiditis und die seltenere Silent-Thyreoiditis. Eine Sonderstellung nimmt die durch Medikamente induzierte Form einer Thyreoiditis ein, deren Basis meist eine vorbestehende Autoimmunität ist. Die häufigste nicht-autoimmune Thyreoiditis ist die Thyreoiditis de Quervain, sehr selten sind eine bakterielle und eine Riedel-Thyreoiditis. Die vorliegende Arbeit gibt eine Übersicht über die Therapie und die Therapiekontrolle der wichtigsten Thyreoiditis-Formen. Eine umfassende Übersicht über die Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse findet sich in Derwahl und Heufelder [22].


Grit Ackermann, Leipzig*
Arzneimitteltherapie 2009;27:15–22.


Fragen aus der Praxis
Bundesverband deutscher Krankenhausapotheker ADKA e.V. Ausschuss Arzneimittelinformation und Kommunikation und Arbeitsgruppe FAQ der ADKA-Aminfo-Datenbank


Klinische Studien
Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Antihypertensive Therapie bei Patienten ab 80 Jahren
Die HYVET-Studie (Hypertension in the very elderly trial) zeigt, dass eine Behandlung mit dem Diuretikum Indapamid mit oder ohne Perindopril bei Hypertonikern ab 80Jahre das Risiko für tödlichen Schlaganfall und vaskuläre Todesfälle signifikant reduziert.


Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Kurzfristig kein Schutz vor Demenz
Das Auftreten einer Demenz wird durch eine relativ kurz dauernde antihypertensive Therapie nicht vermindert, so das Ergebnis einer Subgruppenanalyse der HYVET-Studie.


Dr. Annette Schlegel, Versmold
Pioglitazon bremst Atherosklerose bei Typ-2-Diabetikern
Der Insulinsensitizer Pioglitazon kann im Vergleich zu dem Sulfonylharnstoff Glimepirid die Atherosklerose in den Koronararterien bei Typ-2-Diabetikern aufhalten. Das ergab eine 18-monatige randomisierte Doppelblindstudie.


Referiert & kommentiert
Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Topiramat in der Schwangerschaft
Mit Ausnahme von Lippenkiefergaumenspalten war das Missbildungsrisiko unter Einnahme von Topiramat in der Monotherapie der Epilepsie gering. Im Rahmen der Polytherapie kam es aber zu einer deutlichen Zunahme der angeborenen Missbildungen.


Bettina Christine Martini, Legau
Aliskiren kombiniert mit Losartan bei Diabetes mellitus Typ 2 und Nephropathie
Ob der neue direkte Renin-Inhibitor Aliskiren (Rasilez®) zusätzlich zu einer als nephroprotektiv geltenden Losartan-Therapie die nephroprotektiven Wirkungen der Behandlung erhöht, wurde nun in einer Plazebo-kontrollierten Studie untersucht. Der primäre Studienendpunkt (Albumin-Creatinin-Quotient) war in der Aliskiren-Gruppe signifikant besser. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit solcher Kombinationen sollten aber in Studien mit längerer Therapiedauer noch bestätigt werden.


Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Rekombinanter Faktor VIIa nicht wirksam
Die Behandlung einer zerebralen Blutung mit Faktor VIIa hat keine Auswirkungen auf das Überleben oder den funktionellen Outcome.


Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Therapie mit CSE-Hemmern – Prognose und Rezidivblutung
Die Einnahme von CSE-Hemmern verbessert die Prognose von intrazerebralen Blutungen nicht. Sie hat auch keinen Einfluss auf die Rate von Rezidivblutungen.


Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen
Zunahme zerebraler Blutungen durch Atorvastatin?
Zerebrale Blutungen treten in der Sekundärprävention eines Schlaganfalls mit Atorvastatin häufiger auf als bei der Gabe von Plazebo, so das Ergebnis einer Post-hoc-Analyse der SPARCL-Studie.


Andrea Warpakowski, Itzstedt
Irinotecan gut kombinierbar mit Zytostatika und Antikörpern
Irinotecan gehört zu den Standard-Zytostatika in der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms. Kombinationen mit Antikörpern wirken synergistisch, und eine Dosisreduktion der Zytostatika in diesen Kombinationen verringert ohne Wirkungsverlust die Nebenwirkungsrate. Neue prädiktive Biomarker für EGFR-Antikörper können die Ansprechraten noch steigern. Aktuelle Daten wurden bei einer Pressekonferenz der Firma Pfizer im Rahmen des 10th World Congress on Gastric Cancer in Barcelona, Spanien, im Juni 2008 präsentiert.