Claudicatio intermittens

VEGF nicht wirksam


Alexandra Hennemann

Die regionale Angiogenese durch intramuskuläre Gabe eines Adenovirus mit einem Transgen für den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (AdVEGF121, Biobypass®) ist bei Claudicatio intermittens zwar sicher, aber nicht wirksamer als Plazebo. Das ergab die RAVE-Studie (Regional angiogenesis with vascular endothelial growth factor in peripheral arterial disease) mit etwa 100 Teilnehmern.

Die Patienten hatten eine vorwiegend unilaterale Claudicatio intermittens und konnten zwischen 1 und 10 Minuten gehen. 33 erhielten Plazebo, 32 eine niedrige und 40 eine höhere Dosis
AdVEGF. Primäre Endpunkte waren die Unbedenklichkeit der Behandlung und die maximale Gehzeit nach 12 Wochen, die Patienten wurden über 52 Wochen untersucht. Es traten keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse auf. Schenkel-Ödeme waren jedoch mit AdVEGF dosisabhängig häufiger als mit Plazebo. Die Therapie war bei keinem der primären oder sekundären Endpunkte wirksamer als Plazebo.

Rajagopalan S. Regional angiogenesis with vascular endothelial growth factor in peripheral arterial disease (RAVE): A phase II randomized double blind controlled trial in patients with disabling intermittent claudication. 52nd Scientific Session des American College of Cardiology, Chicago, 2. April 2003.

Arzneimitteltherapie 2003; 21(09)