Pneumonien bei akuten neurologischen Erkrankungen


Pathogenese und Therapie

Matthias Maschke und Hans-Christoph Diener, Essen

Pneumonien sind eine der häufigsten Komplikationen bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen, die mit Schluckstörungen einhergehen. Dabei kommt es infolge der Dysphagie zu einer Aspiration oropharyngealen Materials. Durch eine verminderte Immunabwehr bei gleichzeitig höherer Konzentration an pathogenen Erregern und verminderter Sekretabhustung entwickelt sich als Folge der (wiederholten) Aspirationen die Pneumonie. Die wichtigste präventive Maßnahme zur Vermeidung einer Pneumonie ist die frühzeitige Mobilisation des Patienten nach einem Schlaganfall. Inwieweit ein gezieltes Schlucktraining das Risiko des Auftretens einer Pneumonie vermindert, wird diskutiert. Die initiale kalkulierte Antibiotika-Therapie richtet sich zum einen nach der Klassifikation in ambulant erworbene oder nosokomiale Pneumonie. Letztendlich unterscheidet sich die Therapie nicht von der Pneumonie bei anderen Patienten mit schweren internistischen Begleiterkrankungen. Inwieweit eine vorbeugende Antibiotika-Therapie in Zukunft zu einer Vermeidung solcher durch die Dysphagie bedingten Pneumonien gerade bei Patienten mit Schlaganfall führen könnte, ist eine spannende Frage, die durch randomisierte Studien geklärt werden muss.
Arzneimitteltherapie 2005;23:153–6.

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