Autoimmunhepatitis


Jawid Omary und Christian Rust, München

Die Autoimmunhepatitis (AIH) ist eine wichtige Differenzialdiagnose der chronischen Hepatitis und häufig mit anderen Autoimmunopathien assoziiert. Frauen sind mit etwa 80% häufiger betroffen, die Erstmanifestation kann in jedem Alter erfolgen. Laborchemisch findet sich charakteristischerweise eine Erhöhung der Transaminasen und der Gammaglobuline, meist außerdem Autoantikörper sowie eine Grenzzonenhepatitis in der Histologie. Durch eine immunsuppressive Therapie kann die AIH bei rechtzeitiger Diagnose in fast 90% der Fälle in Remission gebracht und damit die Lebenserwartung normalisiert werden. Budesonid stellt im Vergleich zur Standardbehandlung mit Prednisolon eine neue Therapieoption dar, da es bei reduzierten Glucocorticoidnebenwirkungen eine bessere Wirkung gezeigt hat. Patienten, die nicht auf eine Standardbehandlung ansprechen, können nach individueller Indikationsstellung mit anderen Immunsuppressiva, wie beispielsweise Ciclosporin, Tacrolimus oder Mycophenolatmofetil, behandelt werden.
Arzneimitteltherapie 2009;27:165–70.

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