Botulinumtoxin – Möglichkeiten und Grenzen der klinischen Anwendung


Ingo Stock, Brühl bei Köln

Das vom grampositiven Bakterium Clostridium botulinum gebildete Botulinumtoxin (BT) war bis in die 1970er Jahre hinein hauptsächlich als Ursache einer in den Industrienationen heute seltenen Lebensmittelintoxikation (Botulismus) bekannt. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich das Botulinumtoxin zu einem Standardtherapeutikum in der Neurologie und einem wichtigen Medikament in vielen anderen medizinischen Fachgebieten entwickelt. Unter den in Deutschland zugelassenen BT-Indikationen gilt Botulinumtoxin A (BT-A) bei der Behandlung zervikaler Dystonien, des Blepharospasmus und des Spasmus hemifacialis mittlerweile als etabliertes Therapeutikum der ersten Wahl. Darüber hinaus ist Botulinumtoxin A in Deutschland zur Behandlung bestimmter Spastikformen, für die Therapie der axillären Hyperhidrose sowie in der ästhetischen Medizin für die Korrektur von Glabellafalten zugelassen und zeigt bei diesen und einer Reihe „Off-Label“-Indikationen eine gute Wirksamkeit. Zu den neueren Einsatzmöglichkeiten gehört die BT-A-Intradetrusor-Injektion für die Behandlung der überaktiven Blase. Ein möglicher Nutzen von Botulinumtoxin A als Migräneprophylaktikum ist derzeit noch nicht sicher zu beurteilen.
Arzneimitteltherapie 2009;27:233–40.

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