Inkretin-basierte Therapie des Diabetes mellitus Typ 2


Konsequenzen aus den Konsensuskonferenzen von ADA und EASD

Marcel Kaiser, Frankfurt a. M.

Bereits 6% der Weltbevölkerung sind an Typ-2-Diabetes erkrankt, die Inzidenz steigt jährlich. Da anhaltend pathologisch erhöhte Blutzuckerspiegel die Mortalität durch makro- und mikroangiopathische Folgeerkrankungen deutlich erhöhen, ist eine effektive Behandlung der Hyperglykämie Hauptziel aller Diabetes-Therapien. Aber auch der Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen wie schwerer Hypoglykämien und ausgeprägter Gewichtszunahme kommt eine essenzielle Bedeutung zu. Dabei handelt es sich jedoch um therapielimitierende Bedingungen, die unter einer Therapie mit den meisten verfügbaren Antidiabetika auftreten. Außerdem sind die meisten Antidiabetika nicht in der Lage, die beiden dem Typ-2-Diabetes zugrunde liegenden Defekte, die fortschreitende Betazell-Dysfunktion und die Insulinresistenz, aufzuhalten. Zurzeit richtet sich die Aufmerksamkeit vieler Therapeuten und Patienten deshalb auf die Inkretin-basierten Therapien, vor allem die GLP-1-Agonisten. Aus dieser Substanzklasse sind Exenatid und seit Juni 2009 Liraglutid zugelassen, das im umfangreichen LEAD-Studienprogramm untersucht wurde. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die GLP-1-Agonisten und eine Abschätzung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses, basierend auf der vorhandenen Datenlage und unter Berücksichtigung der neuen Empfehlungen der American Diabetes Association (ADA) und der European Association for the Study of Diabetes (EASD).
Arzneimitteltherapie 2010;28:2–8.

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