Therapeutische Entwicklungen beim systemischen Lupus erythematodes


Robert Dinser und Ulf Müller-Ladner, Bad Nauheim

Beim systemischen Lupus erythematodes (SLE) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die durch ein variables klinisches Erscheinungsbild charakterisiert ist: Neben allgemeinen Symptomen wie Fieber, Schwäche und Gewichtsverlust können Muskel- und Gelenkbeschwerden, Hauterscheinungen, Blutbildveränderungen und Organmanifestationen im Bereich des Herzens (z.B. Perikarditis), der Lunge (z.B. Pleuritis), der Niere (Lupus-Nephritis) oder des Nervensystems auftreten. Die Inzidenz liegt bei 5–10/100000 pro Jahr; Frauen sind etwa 10-mal häufiger betroffen als Männer. Im vorliegenden Beitrag werden neuere Entwicklungen in der Behandlung des systemischen Lupus erythematodes dargestellt, wobei zunächst auf die Behandlung mortalitätsassoziierter Faktoren und Manifestationen des systemischen Lupus erythematodes und anschließend auf die Behandlung relevanter morbiditätsassoziierter Faktoren eingegangen wird. Antimalariamedikamente werden zunehmend großzügig angewendet. Eine für die Klinik zufriedenstellende Wirksamkeit der Zytokin- und Zell-inhibierenden monoklonalen Antikörper konnte bisher noch nicht belegt werden.
Arzneimitteltherapie 2012;30:3–7.

Sowohl die Diagnostik als auch die Therapie des systemischen Lupus erythematodes (SLE) bleiben eine Herausforderung für Ärzte und Patienten. Das liegt zum einen daran, dass die Beschwerden und Befunde sehr vielfältig sein können, weshalb die Erkrankung auch als das Chamäleon der Inneren Medizin bekannt ist. Zum anderen führt gerade die Verschiedenheit der Krankheitsbilder und -ausprägungen zu einem Mangel an therapeutischer Evidenz, da dadurch die Durchführung randomisierter kontrollierter Studien erschwert wird. Dennoch hat sich die Prognose des systemischen Lupus erythematodes, gemessen an einem Rückgang der standardisierten Mortalitätsrate, in den letzten Jahrzehnten deutlich gebessert [1].

Der Übersichtlichkeit wegen werden nachfolgend zunächst die Entwicklungen in der Behandlung der mortalitätsdeterminierenden Manifestationen bzw. Komplikationen des systemischen Lupus erythematodes dargestellt, bevor morbiditätsrelevante Behandlungsstrategien erörtert werden. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Arzneistoffe, die bei systemischem Lupus erythematodes eingesetzt werden.

Tab. 1. Arzneistoffe, die bei systemischem Lupus erythematodes eingesetzt werden (teilweise nur im Rahmen von Studien)

Arzneistoff

Handelsname

Chloroquin, Hydroxychloroquin

Resochin®, Quensyl®

Cyclophosphamid

Endoxan®

Mycophenolatmofetil*, Mycophenolat-Natrium*

z.B. CellCept®, Myfortic®

Azathioprin

z.B. Imurek®

Ciclosporin*

z.B. Sandimmun®

Tacrolimus*

z.B. Prograf®

Methotrexat (MTX)*

z.B. Methotrexat „Lederle“

Belimumab

Benlysta®

Rituximab*

MabThera®

*nicht zur Behandlung bei systemischem Lupus erythematodes zugelassen

Entwicklungen in der Behandlung mortalitätsassoziierter Faktoren und Manifestationen

Basistherapie mit Antimalariamedikamenten

Seit Jahren werden – vor allem bei kutanem und muskuloskeletalem Befall – sogenannte Antimalariamedikamente wie Chloroquin und Hydroxychloroquin in der Behandlung des systemischen Lupus erythematodes eingesetzt. Die Ergebnisse einer großen retrospektiven Kohortenanalyse legten einen positiven Einfluss einer langfristigen (mehr als zwei Jahre dauernden) Einnahme von Antimalariamitteln auf das Gesamtüberleben nahe [2], wobei allerdings das Studiendesign nicht hinsichtlich Störfaktoren wie Krankheitsaktivität kontrolliert wurde. Ähnliche Ergebnisse wurden auch in einer prospektiven Kohortenanalyse sowie einer Fall-Kontroll-Studie beschrieben [3, 4]. In beiden Arbeiten wurde versucht, Störfaktoren durch Regressionsanalysen zu berücksichtigen. Methodisch bedingte Zweifel können nicht mit letzter Sicherheit ausgeräumt werden, es kann jedoch zusätzlich angeführt werden, dass neu oder weiter eingenommene Antimalariamedikamente auch bei Patienten mit stabilem systemischem Lupus erythematodes in älteren randomisierten kontrollierten Untersuchungen einen positiven Effekt auf die Häufigkeit von Schüben und die Eintrittswahrscheinlichkeit von Organschäden hatten [5–7]. Aus den Studiendaten kann eine ungefähre Number needed to treat (NNT) von 5 zur Vorbeugung eines schweren Schubs abgeleitet werden. Weitere jüngere Arbeiten zeigen einen positiven Einfluss von Antimalariamedikamenten beispielsweise auf thrombovaskuläre Ereignisse [8]. Die Daten sollten auch vor dem Hintergrund beurteilt werden, dass die in den letzten Jahren untersuchten Biologika-Therapien trotz aufwendiger Studiendesigns und hoher Patientenzahlen keine überzeugenderen Ergebnisse brachten.

Zwar besteht bei Einnahme von Antimalariamedikamenten das Risiko einer Retinopathie, bei Dosierungen unter 6,5 mg/kg Körpergewicht und regelmäßigen augenärztlichen Kontrollen ist dieses Risiko allerdings sehr gering [9]. Letztlich hat sich in den letzten Jahren der Konsens entwickelt, dass jeder Patient mit systemischem Lupus erythematodes – sofern keine Kontraindikationen vorliegen – auf ein Antimalariamedikament eingestellt werden sollte.

Nephritis

Einer der krankheitsbezogenen mortalitätsassoziierten Faktoren ist der Nachweis einer proliferativen Glomerulonephritis der Klasse III–V [1, 10]. Die schlechte Prognose dieser Organmanifestation wurde entscheidend durch den konsequenten Einsatz von Cyclophosphamid verbessert [11]. Damit ergibt sich eine Number needed to treat von etwa 1,5 zur Vermeidung eines chronischen Nierenversagens über mehr als zehn Jahre. In den Behandlungsstudien der letzten Jahre hat man sich vor allem mit Möglichkeiten zur Reduktion der Toxizität, vor allem der Gonadentoxizität und der Anfälligkeit für Infektionen unter der Therapie, beschäftigt. Ein immer häufiger angewandtes Protokoll ist das dosisreduzierte Euro-Lupus-Protokoll, bei dem 6 x 500 mg Cyclophosphamid alle zwei Wochen appliziert werden.

In der Euro-Lupus Nephritis Trial [12] wurden 90 Patienten mit systemischem Lupus erythematodes und einer proliferativen Glomerulonephritis entweder über 10 Wochen niedrig dosiert mit Cyclophosphamid wie angegeben behandelt oder sie erhielten zunächst sechsmal in monatlichen Abständen und dann zweimal in dreimonatlichen Abständen über ein Jahr Cyclophosphamid in einer Dosis von initial 500 mg/m2 Körperoberfläche mit Nadir-gesteuerten Anpassungen bis zu 1500 mg pro Dosis. Die Ergebnisse der Nierenfunktionsparameter waren in beiden Gruppen vergleichbar. Schwere Infektionen waren numerisch seltener (7 vs. 17 Ereignisse), der Unterschied war jedoch nicht statistisch signifikant. Eine therapieassoziierte Amenorrhö war in beiden Gruppen gleich häufig [12]. Nach zehn Jahren war das Langzeitergebnis bezüglich Wirkung und Toxizität vergleichbar, auch fand sich kein Unterschied in der Fertilität [13].

Zur Prävention von Infertilität unter Cyclophosphamid-Therapie ist möglicherweise eine Steuerung der Ovarialfunktion durch Injektion von GnRH-Analoga hilfreich [14]. Allerdings hat dies noch keinen Eingang in die Empfehlungen der Fachgesellschaften gefunden.

Anstelle von Cyclophosphamid wird in der Remissionsinduktion zunehmend Mycophenolatmofetil eingesetzt. In Zieldosierungen bis 3 g ist Mycophenolatmofetil Cyclophosphamid bezüglich der Nierenfunktion sowie weiterer Aktivitätsparameter des systemischen Lupus erythematodes zumindest gleichwertig [15], es kann jedoch eine verminderte Gonadentoxizität vermutet werden. Auch unter Mycophenolatmofetil trat eine hohe Zahl schwerer Infektionen auf – ob die Zahl schwerer Infektionen durch Gabe von Mycophenolatmofetil gegenüber einer Behandlung mit Cyclophosphamid vermindert werden kann, ist noch unklar [16]. Ein Argument für den Einsatz von Mycophenolatmofetil besteht bei Patienten afroamerikanischer und südamerikanisch-hispanischer Abstammung, da diese schlechter auf Cyclophosphamid ansprechen als kaukasische Patienten [16]. Möglicherweise kann das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Mycophenolatmofetil-Therapie durch pharmakokinetische Messungen während der Behandlung verbessert werden [17]. Mycophenolatmofetil ist nicht für die Behandlung des systemischen Lupus erythematodes oder der damit einhergehenden Nephritis zugelassen, der Einsatz erfolgt also off-Label.

Nach der Remissionsinduktionsphase kann mit guter Evidenz Azathioprin oder Mycophenolatmofetil zur Remissionserhaltung gegeben werden [18].

Nicht vergessen sollte man bei aller Konzentration auf immunologisch orientierte Therapien, dass auch die glomeruläre Protektion durch ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und eine strikte Blutdruckeinstellung zentral bedeutsam für den Erhalt der Nierenfunktion sind [19]. Eine intensivierte Blutdruckeinstellung unter 130/80 mmHg scheint allerdings keinen zusätzlichen Nutzen zu bringen [20].

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Das standardisierte Mortalitätsratio für kardiovaskuläre Erkrankungen ist bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes in den letzten Jahrzehnten im Gegensatz zu anderen Organmorbiditäten leicht gestiegen [1]. Sowohl die Mortalität als auch die Morbidität von Schlaganfällen und Myokardinfarkten sind bei Lupus deutlich gegenüber der Normalbevölkerung erhöht [21, 22]. Zu erklären ist das über eine negative Interaktion zwischen klassischen Risikofaktoren und krankheitsassoziierten Endothelschäden (z.B. Vaskulitis), chronisch-perpetuierenden Entzündungen und weiteren prothrombogenen immunologischen Phänomenen wie der Bildung von Phospholipid-Antikörpern [23].

Die Polymorbidität von Patienten mit systemischem Lupus erythematodes erschwert die Rekrutierung von Patienten für randomisierte kontrollierte Studien, weshalb eine entsprechende Evidenz zur Prävention harter klinischer Endpunkte auch nicht verfügbar ist [24]. Dennoch werden ein Screening und die konsequente Behandlung klassischer Risikofaktoren wie bei „Nicht-SLE-Patienten“ empfohlen [25].

Eine kürzlich veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studie mit Atorvastatin 40 mg täglich versus Plazebo konnte nach zwei Jahren keinen Effekt auf Surrogatparameter der Atherosklerose wie koronare Verkalkungen, Intima-Media-Dicke oder Plaques der Arteria carotis feststellen, auch eine Wirkung auf Entzündungsparameter fand sich nicht [26].

Eine immunologische Behandlung hat außer bei speziellen Indikationen wie der myokardialen Vaskulitis oder der Myokarditis keinen Stellenwert, abgesehen vielleicht von einem großzügigen Einsatz von Antimalariamitteln auch zur Verbesserung beispielsweise des Lipid-Profils [27].

Invasive perkutane kardiologische Interventionen bei koronaren Gefäßstenosen sind bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes deutlich weniger erfolgreich als bei „konventionell koronarkranken“ Patienten [28].

Infektionen

Das Risiko für virale und bakterielle Infektionen ist bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes gegenüber der Normalbevölkerung erhöht [25] und trägt auch zur erhöhten Mortalität bei [2]. In mehreren randomisierten kontrollierten Studien wurde in den letzten Jahren erneut die Sicherheit einer Impfung mit Totimpfstoffen gezeigt, bei allerdings geringerer Effektivität der Impfantwort [29, 30]. Dennoch wird die Größenordnung der immunologischen Antwort als ausreichend beurteilt [31]. Patienten ohne hämatologische Aktivität der Erkrankung und mit insgesamt geringerer Krankheitsintensität zum Zeitpunkt der Impfung scheinen eher von dieser zu profitieren [32]. Über die Empfehlung zum klinischen Monitoring und zur aggressiven Behandlung von Infektionen hinaus, halten wir Impfungen mit Totimpfstoffen gegen häufige Erreger wie Pneumokokken und Influenzaviren generell für empfehlenswert. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Impfung mit attenuierten Lebendimpfstoffen, beispielsweise gegen Gelbfieber bei Auslandsreisen, muss mangels Daten im Einzelfall abgeschätzt werden.

Entwicklungen in der Behandlung morbiditätsassoziierter Faktoren und Manifestationen

Allgemeine Krankheitsaktivität

Neben den weiter unten beschriebenen „Biologika“-Studien sind in den letzten Jahren Untersuchungen zur Wirksamkeit konventioneller Therapeutika über einzelne Organmanifestationen hinaus durchgeführt worden:

Relevant ist hier vor allem die Beobachtung, dass Mycophenolatmofetil nicht nur bei der Behandlung der Lupus-Nephritis wirksam ist, sondern auch Remissionen in anderen Bereichen wie dem mukokutanen, muskuloskeletalen und respiratorischen System erreicht werden können [33]. Problematisch bleibt, wie bereits erwähnt, die fehlende Zulassung von Mycophenolatmofetil in dieser Indikation in Deutschland bei gleichzeitig hohen Therapiekosten.

Eine Steigerung der Cyclophosphamid-Dosis durch monatliche Gabe von 50 mg/kg pro Tag über 4 Tage scheint – im Gegensatz zur Behandlung primärer Vaskulitiden – keine wesentlich stärkere Wirkung als die konventionell dosierte Therapie mit monatlich 750 mg/m2, beides über 6 Monate und gefolgt von zwei weiteren vierteljährlichen Gaben, zu haben [34].

Kleinere nichtkontrollierte Behandlungsstudien legten eine Wirkung von Ciclosporin und Tacrolimus bei Glucocorticoid-refraktären, eher milden Verlaufsformen des systemischen Lupus erythematodes nahe [35, 36]. Zumindest für Ciclosporin wurde auch in einer kontrollierten Studie eine mit Azathioprin vergleichbare Effektivität als Glucocorticoid-sparendes Agens bei Patienten mit aktivem Lupus gezeigt [37]. Neben den klassischen Basistherapeutika wie Chloroquin, Hydroxychloroquin, Azathioprin, Methotrexat und Cyclophosphamid ist somit zunehmend auch Evidenz für Ciclosporin als Therapeutikum für die immunologische Aktivität bei systemischem Lupus erythematodes gegeben.

Ein Großteil der neueren Studien zur Therapie des systemischen Lupus erythematodes sind Industrie-gesponserte Behandlungsstudien mit Zytokin-inhibierenden spezifischen Antikörpern („Biologika“). Diesen Arbeiten ist gemeinsam, dass eine hohe Patientenzahl mit einer Vielzahl zu untersuchender Parameter rekrutiert werden konnte, das Ausmaß der Effekte der jeweiligen Interventionen im Vergleich zu den älteren, oben zitierten Arbeiten zu Hydroxychloroquin oder Cyclophosphamid aber eher gering war.

Mit Belimumab wurde im Juli 2011 ein monoklonaler Antikörper gegen den B-Lymphozyten-Stimulator BLyS als Zusatztherapie für erwachsene Patienten mit aktivem, Autoantikörper-positivem systemischem Lupus erythematodes zugelassen, die trotz Standardtherapie eine hohe Krankheitsaktivität (z.B. positiver Test auf Anti-dsDNS-Antikörper und niedriges Komplement) aufweisen. In die zur Zulassung führende Phase-III-Studie BLISS-52 [38] waren 867 Patienten mit aktivem systemischem Lupus erythematodes eingeschlossen. Die Krankheitsaktivität der Kohorte war gering bis mittelgradig, mit nur geringer Häufigkeit von renalen und zentralnervösen Manifestationen. Es konnte eine positive Wirkung von Belimumab sowohl auf den SELENA-SLEDAI-Aktivitätsindex (siehe Infokasten) als auch auf die Rate an Verschlechterungen auf der BILAG-Skala (siehe Infokasten) gezeigt werden. Zudem konnte ein Glucocorticoid-sparender Effekt errechnet werden. Anhand der Studienergebnisse [38] kann eine Number needed to treat von 10 für eine klinisch noch relevante Verminderung auf der SELENA-SLEDAI-Skala um 4 Punkte und von 9 für eine längerfristige Reduktion der Glucocorticoid-Dosis auf unter 7,5 mg Prednisolon bzw. weniger als 50% der Ausgangsdosis errechnet werden. Um einen höhergradigen Schub (BILAG-Klasse A im Sinne einer aktiven Organbeteiligung mit Notwendigkeit der Modifkation der immunologischen Therapie oder zwei Organe mit BILAG-Klasse B im Sinne einer milden, aber behandlungsbedürftigen Organaktivität) zu verhindern, müssen rechnerisch 17 Patienten behandelt werden [38]. Möglicherweise kann die Zulassung dieses Medikaments im klinischen Alltag auch als Argumentationshilfe bei der Beantragung einer Kostenübernahme für Arzneistoffe, die off-Label eingesetzt werden, dienen.

Infokasten: Komponenten des Systemic Lupus Erythematosus Responder Index zur Bestimmung von Veränderungen der Krankheitsaktivität

l SELENA-SLEDAI (Safety of estrogens in lupus erythematosus national assessment – systemic lupus erythematosus disease activity index): Maß zur Beurteilung von Lupus-Schüben, bei welchem in die Beurteilung der SLEDAI und sein Ansteigen im Verlauf, die globale Arzteinschätzung, organbezogene Verschlechterungen und Therapiemodifikationen einbezogen werden.

l BILAG (British isles lupus assessment group): Organsystem-bezogene Beurteilung der aktuellen bzw. der früheren Aktivität, eingeteilt in Skalen von A bis E, mit A starker Aktivität mit Notwendigkeit der Modifikation der immunologischen Therapie, E fehlender Aktivität derzeit und in der Vergangenheit. Beurteilt werden Allgemeinsymptome, das mukokutane, neurologische, mukuloskeletale, kardiovaskuläre und respiratorische sowie das renale Organ und das Vorhandensein einer Vaskulitis.

Randomisierte Untersuchungen zur Anwendung von Rituximab bei systemischem Lupus erythematodes haben in im Vergleich zur oben diskutierten Studie zu Belimumab weniger komplexen Endpunkten keine signifikante Wirksamkeit ergeben [39]. Allerdings konnte in einer im Nachhinein angefertigten Auswertung der EXPLORER(The exploratory phase II/III evaluation of rituximab)-Studie durchaus eine Wirksamkeit bei der Vermeidung schwerer Schübe (BILAG A) gezeigt werden: Darin ergab sich immerhin eine Number needed to treat von 7 [40]. Trotz fehlender prospektiver Daten wird Rituximab seit Längerem immer wieder auch erfolgreich bei therapierefraktären schweren Verläufen eingesetzt [41]. Möglicherweise ist der Nutzen von Rituximab bei schweren Verläufen durch eine Kombination mit Cyclophosphamid zu verbessern [42], dies bedarf aber weiterer therapeutischer Studien.

Auch andere zur Behandlung rheumatologischer Erkrankungen auf dem Markt befindliche Anti-Zytokin-Antikörper wurden in Studien bei systemischem Lupus erythematodes angewendet. An größeren Studien mit negativem Ergebnis wurde jedoch lediglich eine Studie zu Abatacept publiziert [43]. Für Tocilizumab und Infliximab konnte in kleineren Studien bei Patientensubgruppen eine Wirksamkeit gezeigt werden [44, 45], aufgrund der geringen Patientenzahlen sind diese Ergebnisse jedoch schwer zu bewerten. Beispielsweise hat Tocilizumab in der 20-wöchigen Dosisfindungsstudie bei 68% der Patienten klinisch relevante Infektionen verursacht.

Weitere Anti-Zytokin-Antikörper sind in teils fortgeschrittener Entwicklung, die mögliche klinische Bedeutung ist aber noch nicht abzuschätzen. Eine Übersicht findet sich bei Francis und Perl 2009 [46].

Erschöpfungssyndrom (Fatigue)

Jenseits der organassoziierten Aktivität steht aus Patientensicht oft eine starke Erschöpfungsproblematik im Vordergrund, die nicht selten zu deutlich erhöhtem Glucocorticoid-Gebrauch durch die Patienten führt. Verschiedene psychotherapeutische Ansätze wie Psychoedukation und kognitive Verhaltenstherapie haben bei Erschöpfung ohne Organaktivität einen positiven Effekt gezeigt [47, 48]. Auch kardiovaskuläres Training kann eine Verminderung der Erschöpfungssymptomatik bewirken [49].

Die Datenlage zur medikamentösen Behandlungen der isolierten Lupus-assoziierten Erschöpfung ist durchwachsen. Für Chloroquin konnte in einer älteren Untersuchung eine positive Wirkung auf die Erschöpfungssymptomatik gezeigt werden [50]. Dehydroepiandrosteron (200 mg/d) erwies sich bei Patientinnen mit nichtaktivem Lupus gegenüber Plazebo jedoch als nicht überlegen [51].

Schwangerschaft

In einer wichtigen Studie wurde gezeigt, das durch intravenöse Immunglobulin-Substitution (400 mg/kg Körpergewicht in dreiwöchentlichen Abständen zwischen der 12. und 24. Schwangerschaftswoche) bei Patientinnen mit Anti-Ro/SS-A-Antikörpern und einer vorherigen Schwangerschaft mit fetalem Herzblock oder neonatalem Hautlupus die Rate an fetalen Herzblöcken nicht gesenkt werden konnte [52]. Ein möglicher Grund für die fehlende Wirksamkeit könnte sein, dass in den verwendeten Chargen der Immunglobulin-Lösung weniger Anti-Idiotyp-Antikörper gegen den primären Antikörper enthalten waren [53].

Thromboserisiko unter Hormontherapie

Von hoher klinischer Relevanz ist eine andere, etwas ältere randomisierte kontrollierte Studie, in der das Thromboserisiko von nicht oder stabil gering aktiven Patientinnen mit systemischem Lupus erythematodes unter einer niedrig dosierten oralen kontrazeptiven Hormonbehandlung untersucht wurde [54]. Beruhigenderweise fand sich kein erhöhtes Risiko für Krankheitsexazerbationen oder Thrombosen, wobei allerdings Patientinnen mit erhöhtem Thromboserisiko ausgeschlossen worden waren. Ähnliche Ergebnisse fanden sich bei einer vergleichenden Arbeit verschiedener, auch hormoneller, Kontrazeptionsmethoden [55]. Allerdings war bei der höher dosierten Estrogen- und Progesteron-Hormonsubstitutionstherapie postmenopausaler Frauen durchaus ein geringfügig erhöhtes Risiko von milden und moderaten Schüben zu verzeichnen [56], so dass zwar eine Hormonersatztherapie nicht grundsätzlich kontraindiziert ist, aber durchaus individuell abgewogen werden muss.

Fazit

Trotz der Vielzahl an Therapiestudien, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, bleibt die Behandlung des systemischen Lupus erythematodes im Wesentlichen gegenüber dem Beginn dieses Jahrtausends unverändert. Sie besteht weiterhin hauptsächlich aus der Anwendung älterer immunologischer Medikamente und Antimalariamittel sowie der konsequenten Reduktion von Risikofaktoren für nicht primär immunologische Krankheitsausprägungen. Die durch die Erfolge der Biologika bei entzündlichen Gelenkerkrankungen bestehenden Erwartungen in die Zytokin- oder Zell-spezifischen Behandlungen haben sich bisher nicht erfüllt.

Weiterhin fehlen weiterführende randomisierte Studien zur Therapie neuropsychiatrischer Manifestationen. Gerade hier ist das Zusammenspiel zwischen immunologischer Aktivität, thrombophilem Risiko und psychosomatischem Reaktionsmuster klinisch schwer zu trennen, was eine evidenzbasierte Therapiesteuerung erschwert.

Interessenkonflikterklärung

Die Autoren erhielten Vortragshonorare von Novartis (RD, UML), Roche (RD, UML), BMS (UML), MSD (UML)

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Prof. Dr. med. Robert Dinser, Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner, Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie, Kerckhoff-Klinik, Justus-Liebig-Universität Gießen, Benekestraße 2–8, 61231 Bad Nauheim, E-Mail: r.dinser@kerckhoff-klinik.de

Es stand in der AMT

Systemischer Lupus erythematodes: Wirksamkeit und Sicherheit von Belimumab. Arzneimitteltherapie 2011;29:387–8.

Developments in the treatment of systemic lupus erythematosus

Recent developments in the treatment of systemic lupus erythematosus (SLE) are discussed with respect to their influence on mortality associated manifestations and other morbidities. The central message is the increasing role of antimalarials. The size effect of the cytokine- and cell-inhibiting monoclonal antibodies is currently not sufficient in routine clinical settings.

Key words: Systemic lupus erythematosus, treatment, antimalarials, biologics

Arzneimitteltherapie 2012; 30(01)