Spezielle Aspekte der Psychopharmakotherapie in der Onkologie


Günter Niklewski und Teresa Biermann, Nürnberg*

Die Psychoonkologie umfasst definitionsgemäß das gesamte Spektrum von psychosozialer Beratung bis hin zu einer spezifischen Psychotherapie inklusive einer Psychopharmakotherapie. Bei der Behandlung psychischer Störungen onkologischer Patienten müssen jedoch eine Reihe spezieller Aspekte bedacht werden. Zunächst haben viele Psychopharmaka hämatologische Nebenwirkungen, die Folgen für die Behandlung der onkologischen Grunderkrankung haben können. Die wichtigsten werden in dieser Zusammenfassung dargestellt. Weiterhin werden die psychiatrisch relevanten Nebenwirkungen ausgewählter Chemotherapeutika dargestellt. Verschiedene Interaktionen einzelner Stoffgruppen, die die Wirksamkeit der jeweiligen Substanz deutlich einschränken können, werden vorgestellt und bedeutsame Interaktionen, beispielsweise zwischen Tamoxifen und SSRI durch Inhibition des Cytochrom-P450-Enzyms 2D6, werden beschrieben. Von Bedeutung sind weiterhin affektive und kognitive Störungen im Sinne des in der Literatur beschriebenen „Chemobrain“ bei onkologischen Patienten, deren Ursache und Behandlungsoptionen näher erläutert werden. Insgesamt scheint es noch einen großen Forschungsbedarf zu geben, um die komplexen Interaktionen zwischen den Behandlungsoptionen der Psychiatrie und Onkologie besser zu verstehen und zum Wohle des Patienten einzusetzen.
Arzneimitteltherapie 2013;31:184–92.

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