Thrombolyse beim akuten ischämischen zerebralen Insult


Joachim G. Schulz, Karim Hajjar, Bessime Bozkurt, Daniel Müller, Jana-Isabel Huhn, Johannes Brenck und Hans-Christoph Diener, Essen

Die systemische intravenöse Thrombolyse mit dem rekombinanten Tissue-type-Plasminogen-Activator ist für ein Zeitfenster bis 4,5 Stunden nach Beginn der Symptome eines ischämischen zerebralen Insults in Deutschland zugelassen und verbessert das klinische Outcome trotz erhöhtem Risiko für eine symptomatische intrakranielle Blutung. Das Blutungsrisiko kann mit Veränderungen in der zerebralen Computertomographie, Vorerkrankungen und gerinnungsaktiver Vormedikation nur bedingt abgeschätzt werden. Mit zunehmender Latenz zwischen Ereignis und Lysebeginn verringert sich der Nutzen ohne Zunahme des Blutungsrisikos. Die „Door-to-Needle-Time“ sollte nicht länger als 60 Minuten betragen. Eine Kombinationstherapie mit Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten oder Acetylsalicylsäure verschlechtert das Outcome. Die mögliche Wirksamkeit von neuen Thrombolytika wird derzeit in klinischen Studien getestet.
Arzneimitteltherapie 2014;32:125–32.

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