Alzheimer-Krankheit


Neue Ansätze in der medikamentösen Therapie

Jan-Philipp Bach und Jörg B. Schulz, Aachen

Die Alzheimer-Demenz ist ein klinisches Syndrom und geht einher mit einer Störung der Merkfähigkeit, der Sprache und der Orientierung. Eine weitergehende differenzialdiagnostische Abklärung sollte bei Auftreten kognitiver Defizite erfolgen, um eine ätiologische Einordnung zu erlangen, die die Grundlage für eine spezifische Therapie darstellt. Mit der strukturellen Kernspintomographie des Gehirns, spezifischen Degenerationsmarkern aus dem Liquor oder dem Amyloid-PET kann heute die Diagnose einer Alzheimer-Krankheit, die früher der Post-mortem-Untersuchung vorbehalten war, klinisch mit hoher Sensitivität und Spezifität gestellt werden. Die ersten pathologischen Veränderungen zeigen sich bereits zwei Jahrzehnte vor der klinischen Manifestation der Demenz. Die Therapie der Demenz vom Alzheimertyp unterscheidet sich stadienabhängig. Leichte bis mittelschwere Demenzformen werden mit Acetylcholinesterase-Inhibitoren therapiert. Für fortgeschrittene, mittelschwere bis schwere Stadien besteht die Therapieoption mit Memantin, einem NMDA-Rezeptorantagonisten. Da bislang nur symptomatische Therapien vorhanden sind, müssen neue Arzneimittel entwickelt werden, die den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Neue Therapieansätze zielen auf eine Reduktion von Amyloid β (Aβ) und Tau. Bisherige Studien legen nahe, dass für eine verlaufsmodifizierende Therapie bereits Patienten im Prodromalstadium der Alzheimer-Krankheit diagnostiziert und behandelt werden müssen. Die Behandlung besteht zudem aus einer konsequenten Therapie aller kardiovaskulären Risikofaktoren und regelmäßiger körperliche Betätigung und zukünftig aus einer multimodalen Therapie, die sowohl die Amyloid- als auch die Tau-Pathologie berücksichtigt.
Arzneimitteltherapie 2017;35:3–11.

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