Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen


Henryk Dancygier, Offenbach

Das Spektrum der nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen (NAFLD) umfasst die Steatose, die Steatohepatitis (NASH), die Steatofibrose und die Zirrhose sowie in manchen Fällen das hepatozelluläre Karzinom. NAFLD sind als hepatische Komponente des metabolischen Syndroms die häufigsten Lebererkrankungen in westlichen Ländern und die häufigste Ursache für Aminotransferasenerhöhungen unklarer Genese. Von zentraler pathogenetischer Bedeutung sind das viszero-abdominale Fettgewebe und die Insulinresistenz. Die Behandlung entspricht in den meisten Fällen der Behandlung des metabolischen Syndroms und beinhaltet eine Gewichtsreduktion sowie eine optimale Blutzuckereinstellung. Die Verbesserung der Insulinsensitivität durch Thiazolidindione – auch bei Nichtdiabetikern – ist ein vielversprechender, pathogenetisch begründeter Therapieansatz. Die derzeitige Datenlage rechtfertigt allerdings noch nicht den Einsatz von Glitazonen bei NAFLD außerhalb von Studien. Die Adipositaschirurgie bleibt Patienten mit einer Adipositas permagna vorbehalten. Sie führt nicht nur zur Gewichtsabnahme, sondern beeinflusst auch pathophysiologisch bedeutsame metabolische Veränderungen, die zu NAFLD führen.
Schlüsselwörter: Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen, nichtalkoholische Steatohepatitis, metabolisches Syndrom, Insulinresistenz
Arzneimitteltherapie 2009;27:115–22.

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