NOAK – Gerinnungsmanagement bei schweren Blutungen


Andreas Rank, Augsburg, Hans-Christoph Diener, Essen, und Erhard Hiller, München

Seit Zulassung der Nicht-Vitamin-K-abhängigen Antikoagulanzien (NOAKs) haben diese im klinischen Alltag ihren festen Platz in der Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmern, bei Patienten mit tiefer Venenthrombose und Lungenembolie sowie bei orthopädischen Patienten mit Knie- und Hüftgelenksersatz zur Prophylaxe einer venösen Thromboembolie gefunden. Sowohl in den entsprechenden Zulassungsstudien wie auch in prospektiven Registern weisen Dabigatran, Rivaroxaban, Edoxaban und Apixaban grundsätzlich ein niedrigeres Risiko für schwerwiegende Blutungen im Vergleich mit den klassischen oralen Antikoagulanzien auf. Dieser Übersichtsartikel fasst die vorliegenden Daten zu Häufigkeit und Organverteilungsmuster von Blutungsereignissen sowie relevante Kontraindikation gegenüber dem Einsatz von NOAKs zusammen. Im Blutungsfall steht mit Idarucizumab mittlerweile das erste Antidot für Dabigatran zur Verfügung, die Zulassung von Andexanet alfa als umfassendes Antidot gegen Anti-Xa-Inhibitoren wird Ende 2017 erwartet. Im Vordergrund der Therapie von Blutungskomplikationen unter NOAKs stehen aber weiterhin die Gabe plasmatischer Gerinnungsfaktoren sowie die chirurgische, endoskopische oder radiologische Intervention.
Arzeimitteltherapie 2017;35:321–7.

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